Chronik des Querfurter Hundesportvereins e.V.

 

 

Anfang der sechziger Jahre, Hundesport gab es nur im benachbarten Esperstedt, versammelten sich einige Sportfreunde aus Querfurt, die bereits in Esperstedt aktiven Hundsport betrieben, um auch in Querfurt einen Verein zu gründen. Da zunächst kein Abrichteplatz zur Verfügung stand, wurde das Domizil zunächst im Querfurter Traditionsortsteil Thaldorf, in der heutigen Fichtensiedlung aufgeschlagen Bald wuchs die Mitgliederzahl und der Platz wurde zu klein.


Mitte bis Ende der sechziger Jahre bemühte man sich bei der Stadt Querfurt um eine Alternativfläche. Da die entsprechenden Flächen nicht im ausreichenden Umfang vorhanden waren, entschied man sich für eine stillgelegte Mülldeponie am Rande der kleinen Fichten, im Ortsteil Querfurt West. Diese Fläche etwa 4500 qm groß, war mehr oder weniger noch nicht verfüllt und musste entsprechend kultiviert werden. Unmengen von Erde und Bauschutt wurden mit großem Einsatz und Engagement verfüllt und planiert, Rasen begann spärlich zu wachsen. Die größte Schwierigkeit bestand darin, dass die Mülldeponie, die nicht wie heute, mit großer Technik gewalzt und verfestigt wurde, sondern sich ständig gesetzt hat. Ursache hierfür waren die sich im inneren der Deponie befindlichen Hohlräume, die nach und nach einbrachen. Eine ebene Fläche war so nie zu erreichen. Gleichzeitig wurde auch ein Holzgeräteschuppen zur Lagerung der Ausbildungsmaterialien errichtet.


Ende der sechziger - Anfang der siebziger Jahre entschloss man sich für den Neubau eines massiven Vereinsheims. Hier bekam man von der damaligen staatlichen Forststelle ein Waldstück in unmittelbarer Nähe des Abrichteplatzes zugewiesen. Da zugegebener Zeit das Baumaterial rar war, der Verein auch begrenzte finanzielle Mittel (gar keine) besaß, war zunächst guter Rat teuer. Zum Glück wurde zu jener Zeit ein stillgelegtes Kalkwerk in Querfurt abgerissen. Mit Handwagen u.a. wurden so Unmengen von Steinen, Holz ect. rangekarrt. Der Bau konnte beginnen. Alle Mitglieder leisteten hier unzählige Aufbaustunden. Alles wurde in Eigenregie erbaut. Der Bau dauerte mehrere Jahre. Die zum Schluss noch fehlenden Dachziegel ergatterte man von einer stillgelegten ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Strohscheune, die ebenso abgerissen werden sollte. Natürlich wurde der Zustand des Vereinsheimes ständig verbessert. Es waren weitere Aufbaustunden von Nöten, um auch den Innenausbau entsprechend zu gestalten. Unser Dank für den unermütlichen Einsatz gilt den ehemaligen Sportfreunden Gerhard Lautenschläger, Joachim Hahne, Paul Nagel, Leo Przybill, Heinz Bornschein, Manfred Schmidt, Harry Wagner, Ernst Schwarz sowie Edgar Rommel und Klaus Nagel.

 

Weitere Stationen in Kurzform:

- Mitte bis Ende 80 er Jahre- Aussenputz Vereinsheim, Bau einer Zwingeranlage auf dem Abrichteplatz

- Anfang bis Mitte 90er Jahre- Fenster und Türenerneuerung, Fliesen des großen Vereinssaales, Täfelung der Decke

mit Paneele

- Mitte bis Ende 90er Jahre – Komplettsanierung der Sanitäreinreichtung, Installation einer Ölheizung,

Wandverkleidung Saal mit Gipskarton

- 2003 Dachneudeckung, Umzäunung des Abrichteplatzes

- 2005 Umbau der Kantine, Schaffung von Parkmöglichkeiten

- 2011 Komplettplanierung des Abrichteolatzes (Entfernung aller Hindernisse, Auffüllen mit Erde, Planieren und   Walzen mit schwerer Technik , Neusaat Rasen


Auch sportlich hatten wir einiges zu bieten. Der Verein wurde automatisch Mitglied in der damaligen SDG (Sektion Dienst und Gebrauchshundewesen) in der ehemaligen DDR. Jedes Jahr fanden auf Kreisebene die sog. Kreisbestenermittlungen statt. Diese wurden von den Grundorganisationen Querfurt, Langeneichstädt, Esperstedt und Grockstädt wechselseitig ausgerichtet. Die Sieger qualifizierten sich zur Bezirksmeisterschaft des Bezirkes Halle. Unser Verein stellte insgesamt 7x den Sieger. Einige Sportfreunde nahmen auch erfolgreich an  Bezirksmeisterschaften teil. (u.a. Lutz Lautenschläger mit Rottweiler Jack v.Haus Ellen)


Ende der siebziger Jahre haben wir eine Partnerschaft mit der ehemaligen Grundorganisation Berlin –Altglienicke geschlossen(siehe Link Verein)


Ein wichtiger Meilenstein Ende der Siebziger Jahre war die Formierung einer Jugendgruppe. Unvergessliche Ereignisse waren das Jugendlager 1980 in Gatterstädt/Saugrund und das Kreisjugendlager 1981 in Querfurt/Alte Schinderei unter der Leitung von Lutz Lautenschläger und Harry Wagner. Von unserer aufstrebenden Jugendgruppe nahm erstmals Frank Nagel 1982 mit der Riesenschnauzerhündin Colette v.d. Ellerwiese an der Bezirksjugendmeisterschaft in Wolfen- Thalheim teil.


Den größten Erfolg konnte die Jugendgruppe 1983 bei der Bezirksjugendmeisterschaft in Freyburg/Unstrut verbuchen. Unter der Leitung von Edgar Rommel wurde die folgende Mannschaft Bezirksjugendmannschaftsmeister:


Jörg Ludwig mit DSH Volker v.Glockeneck;
Frank Nagel mit RS Colette v. d. Ellerwiese
Olaf Walter mit DSH Gina v.Schäferstolz
Thomas Pfrieme mit Airedale Terrier Aggy v.Erlengrund


1984 nahm Olaf Walter erneut an einer Bezirksjugendmeisterschaft teil und qualifizierte sich zudem für die DDR Jugendmeisterschaft.

Vom 24.-25.Mai 1986 fand die 24.Bezirksmeisterschaft der SDG in Querfurt statt. (Original Katalog mit Ergebnissen im Link Verein)
1990 mit Zusammenbruch der DDR und Aufspaltung der SDG, hat sich unser Verein dem Verein für Deutsche Schäferhunde(SV) e.V in Augsburg angeschlossen.


Heute hat unser Verein 20 Mitglieder und ist seit 1996 auch beim zuständigen Amtsgericht (jetzt Stendal) als gemeinnütziger Verein registriert.